Calshan

„Die Perle der Wüste“

Geschichte von Calshan

Wenn man den Gelehrten der Stadt von Calshan glauben mag, geht die Stadtgeschichte auf die Barbaren von Kerashaknar zurück. Einige nomadische Barbarensippen ließen sich demnach in einer Oase in Mitten der Calshanwüste nieder und errichteten hier im Laufe der Jahre eine blühende Siedlung. Im „Zeitalter des Handels“ wurde aus Calshan eine blühende Handelsstadt: Menschen, Elfen und Vertreter der kleinen Völker siedelten sich in Calshan an, welches zum Knotenpunkt des West–Ost–Handels wurde. Den Sturz des Seebundes überstand die Stadt ohne nennenswerte Konflikte und der hohe Rat der Wüstenstadt unterhielt fortan enge Beziehungen zum seldarischen Reich und dessen Königshaus, was den Handel florieren ließ. Mit der Zeit dehnten die Calshiten ihr Handelsnetz über ganz Sonedes und bis nach Darandia aus. Durch die vielen Kriege litten die Handesbeziehungen immer wieder, wodurch auch Calshan litt. Nach dem letzten Krieg zwischen Seldar und Kelsar wurde die Stadt über längere Zeit von kelsarischen Truppen besetzt, die sich nach Ende des Krieges schließlich in der Wüste niederließen. Auch der Fall Caras Aels und der damit verbundene Zusammenbruch des Osthandels machte der Stadt schwer zu schaffen. In der Folge entstanden Außenposten in kleineren Oasen, am Rande der Wüste und auch außerhalb an der Küste, um das Handelsnetz weiter auszudehnen. Seit der Ausrufung des neuen seldarischen Reiches und der Übernahme des ehemaligen Schattendorfes durch die Emirate geht es mit dem Handel weiter bergauf und die Calshiten erschließen neue Wege.

Geografische Lage

Calshan liegt fast zentral in der Calshanwüste. An klaren Tagen kann man über die schier endlose Wüstenlandschaft die Umrisse der Südzinnen im Norden erahnen. Calshan selbst diente früher etlichen Karawanen als Durchfahrtsort, da es auf halbem Wege zwischen Cendaric im Westen und den Elfischen Reichen im Osten liegt. Heute ist Calshan selbst Startpunkt oder Ziel der meisten Karawanen. In Calshan treffen sich die südlichen Handelsstraßen und die Handelswege hin zu den Calmat Passpfaden. Bevor die drei mächtigen Südfestungen in den Kriegen Eldarans I. vollständig vernichtet wurden, führten auch dorthin gut ausgebaute Handelswege, von denen heute noch Überreste zu erkennen sind. Verbindungen zum heutigen seldarischen Reich bestehen über die Ostpfade nördlich der Wüste und die Nordstraße, die östlich der Wüste verläuft.

Informationen zur Stadt

Calshan zählt zu den schönsten und reichsten Städten auf ganz Sonedes. Schon von weitem vermag man die goldenen Dächer der Sandsteintürme und Paläste zu sehen. Auch in der Stadt ist der Reichtum der Calshiten an den Gebäuden zu erkennen, die der einzigartigen Sandsteinarchitektur entspringen. Aufwendige Mosaike und Goldverzierungen, sowie Vordächer aus edlen Stoffen prägen die Fassaden und Eingänge der meisten Häuser. Je mehr Schmuck ein Haus hat, umso reicher ist der Besitzer. Einzig die zahlreichen Tempel, die meist dem Sonnengott Inos geweiht sind, werden von keinem Wohnhaus oder Geschäft an Pracht überboten. Was andernorts als Luxus gilt, wird in Calshan auf fast allen Märkten angeboten. Edelsteine, feinste Stoffe, Weine und Tabak, sowie die edelsten Teppiche; zahlreiche Geschäfte und Händler bieten diese Waren in der Stadt an. Aber auch mit Sklaven, meist Halborks, wird gehandelt. Handelshäuser, Geschäfte und Kontoren aller Art prägen daher das Stadtbild.
Einzig Calshans Innenstadt, die die Viertel der Reichen und der Anführer der Stadt beherbergt, wird von einem Festungsring umgeben. Die Außengebiete enden direkt im Wüstensand. In jenen ummauerten Vierteln der Stadt, findet sich der größte Reichtum. Das Gebäude in dem sich der hohe Rat der Stadt trifft, ist ein riesiger Palast mit mehreren goldverkleideten Türmen, Innenhöfen, Gärten und Springbrunnen. Ringsherum finden sich luxuriöse Badehäuser und die exquisitesten Tavernen und Herbergen.
Innerhalb der Stadt, besonders auf den Basaren und in den inneren Bezirken, patroulliert die Stadtgarde, die dem hohen Rat untersteht. Viele Händler verfügen aber auch über private Wachleute.
Menschen machen den Großteil der Bevölkerung Calshans aus und die aller meisten von ihnen sind auch in der Stadt oder in einem anderen Teil der Emirate geboren worden. Aufgrund der relativen Nähe zu Tarsik haben sich auch viele Gnome in der Stadt niedergelassen und sind so zu beträchtlichem Reichtum gekommen. Zwerge und Elfen gab es seit jeher eher wenige in der Wüstenstadt.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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