Cendaric

„Die Stadt der 3 Sonnen“

Geschichte

Als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Reiches war die Stadt Cendaric auch als „Stadt der drei Sonnen“ bekannt. Einer alten Sage zufolge war dies der Ort, an dem sich der Gott des Lichtes und der Sonne, Inos, mit seinen Söhnen zu einem Wettstreit traf, in dem sich einer seiner Söhne als unwahr erwies. Ihn verstieß Inos aus den Reihen der Götter und sein gedemütigter Sohn schloss sich den Heeren Bardaloths an. Die meisten Gelehrten schätzen, dass die Ursprünge der Stadt Cendaric bereits bis in das „Zeitalter des Erwachens“ zurückreichen. Cendaric zählte somit neben den Städten Aldar, Uragon, Uras und Heragon zu den ältesten menschlichen Städten auf Sonedes. Zu dieser Zeit siedelte eine kleine Gruppe von Menschen im Tal zwischen Westwaldhöhen und Nordzinnen. Schnell gewann die Ansiedlung sowohl an wirtschaftlicher, als auch politischer Bedeutung. Mit einigen Unterbrechungen erlebte die Stadt Cendaric seither einen steten Aufstieg und gewann immer mehr an Bedeutung. Schließlich wurde Cendaric Stammsitz der seldarischen Fürsten und stieg unter Eldaran I. zur Hauptstadt des Seldarischen Königreiches auf. Seit den Rezessionskriegen war Cendaric immer wieder Schauplatz von Kämpfen und Belagerungen, büßte jedoch kaum etwas von seiner Machtstellung auf Sonedes ein. Nach Ausbruch des Krieges 868 n.E.F. wurde die Stadt von kelsarischen Truppen massiv belagert, mit dem Ziel diese endlich zu Fall zu bringen; letztlich allerdings erfolglos. Erst nach einem Feldzug der Orks, der weite Teile des Reiches verwüstete, wurde die Stadt endgültig zerstört. Inzwischen tummeln sich in den Ruinen der einst prächtigen Stadt nur noch Tiere, Schmugglerbanden und andere Gesetzlose, sowie der ein oder andere verirrte Reisende.

Geografische Lage

Idyllisch in einem Tale zwischen den Westwäldern und den Südzinnen gelegen befand sich die Stadt an einem sanften Fluss, dem „Ceneris“. Laub- und Tannenwälder rahmen die Szenerie malerisch ein. Cendaric war ein Knotenpunkt für Verkehr und Handel: In der Stadt trafen sich die drei bedeutsamsten Handelspfade des Kontinents: Die Nordstraße, der Ostpfad und die Handelsstraßen in die südlichen Gebiete um Calshan. Das ganze Jahr über herrscht in der Umgebung um Cendaric ein angenehm mildes Klima.

Informationen zur Stadt

Cendaric war eine recht große Stadt, wenngleich die Geschichte deutliche Spuren hinterließ. Kriege und Krisen prägten das Stadtbild ebenso, wie Blütezeiten in Kunst und Handel. Im Zentrum der Stadt befand sich der riesige Marktplatz der Stadt. Dort, umrahmt von den wichtigen Gebäuden wie dem Sitz des Stadtrates oder den Tempeln der Hauptgottheiten, war in Zeiten des Friedens gar reger Handel angesagt. Der Marktplatz lag unweit des kleinen Landschlosses, in dem der König lange Hof hielt. In einem recht bescheidenen Bürgerhaus trat zuletzt der hohe Reichsrat zusammen, das Heer unterhielt neben einem Prätorianerposten und der Kaserne nur wenige Einrichtungen in der Stadt selbst. Majestätisch über allem thronte die alte Festung der Stadt, welche allerdings am stärksten die Spuren der Konflikte aufwies. Auch der Festungsring, welcher die Stadt dereinst schützend umgab, war bereits vor der Zerstörung stark beschädigt und lückenhaft. In den Mauern der Stadt fanden sich dennoch viele Händler– und Handwerksläden, als auch einige Wohnsiedlungen, wobei manche Stadtteile dem Wort Elendsviertel noch schmeichelten. Die Stadtbevölkerung wurde im Wesentlichen durch die Menschen dominiert, gefolgt von einigen kleineren Gruppen von Halblingen, Gnomen und Halbelfen. Nur wenige Zwerge oder Elfen lebten in der Hauptstadt. Während der Kriege gegen Kelsar wurde die Stadt fast zerstört und ein verheerender Brand tat sein Übriges um aus dem einstigen Juwel des Landes eine dorfähnliche Ruinenfeste zu machen, welche unter kelsarischer Belagerung stand bis sie schließlich durch einen verheerenden Orkfeldzug 892 n E.F. ihren finalen Todesstoß bekam. Seither ist Cendaric nur noch eine einzige Ruine, die nur noch erahnen lässt, welche Pracht sie einmal geboten haben muss.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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