Das kelsarische Imperium

In Bearbeitung. Bei Fragen zum Inhalt dieses Kapitels wendet euch gerne an den Staff (Stand 28.02.16)

Obgleich das kelsarische Imperium als solches nicht einmal ganz 800 Jahre lang existierte, gehörte es doch zu den mächtigsten Reichen der Menschen und seine Geschichte ist untrennbar mit der des seldarischen Reiches verbunden.

Kurz nachdem im Jahre 120 n.E.F. der Erbstreit zwischen den Ururenkeln Eldarans des Großen ausgebrochen war, kam es zu einem blutigen Aufstand, den der jüngere Bruder Marnak mit Hilfe des Handelsimperiums der Gratas bestritt. Kurz nachdem Marnaks und Ceargars (Tjaron II.) Vater gestorben war, hatte sich das Handelsimperium Marnaks angenommen. Man munkelte, dass Marnaks Neid und Hass auf seinen Bruder langsam mit falschen Informationen und Lügen angefacht wurde, bis es zu der Revolte kam. Wie jeder weiß, wurde diese Revolte nur mit äußerster Mühe zurückgeschlagen. Caergar fing nun an, das gratarische Handelsimperium zu enteignen und Marnak konnte nur mit Mühe und Not entkommen. Kurz zuvor schaffte er es jedoch noch, das sagenhafte Tjaronschwert, das Schwert der seldarischen Könige zu stehlen.

Marnak floh zusammen mit Arthur Gratas (dem obersten des Handelsimperiums) sowie einer kleinen Handelsflotille. Nach mehreren stürmischen Wochen auf hoher See erreichten sie Darandia, den Sitz des kelsarischen Fürstentums. Aber nicht ohne Verluste. Die Sar Marnus, das einzige Schlachtschiff der Flotille, lief auf ein großes Riff auf. Obwohl die Seeleute das Schiff unter großen Anstrengungen zunächst retten konnten, war Salis ihnen nicht gewogen: Die Sar Marnus kenterte und sank endgültig. Einige Seefahrer konnten sich auf das Riff retten, viele ertranken jedoch in den Fluten. Mit ihnen und dem Schiff verschwand auch das Tjaronschwert. Der Legende nach soll Marnak an diesem Tag gleich zwei Tobsuchtsanfälle gehabt haben: den ersten als er vom Sinken der Sar Marnus erfuhr, den zweiten als man ihm vom verlorenen Tjaronschwert berichtete.

Über das, was danach geschah, wird nur hinter vorgehaltener Hand geredet. Es heißt, Marnak sei zurück an Bord der Sar Sinar, seinem Schiff, und sei ohne die Seefahrer auf dem Riff abgefahren. Noch heute heißt das Riff, „Insel der Verdammnis“ und dieser Ort wird seit diesem Zeitpunkt gemieden, so gut es geht. Immer noch wütend über den Verlust des Schwertes, kamen Marnak und die Ausgestoßenen schließlich in der kelsarischen Großstadt an. Über die unmittelbar darauffolgende Zeit gibt es zwei Versionen. Eine, die ohne Gefahr ausgesprochen werden kann und eine andere, die voller Mord, Intrigen und Gift. Die offizielle Version lautet in etwa wie folgt: Marnak freundete sich mit Cherm, dem damaligen Protektor des verrufenen Fürstentums, an und wurde letztendlich als sein Erbe eingesetzt. Die wahrscheinlichere Variante ist, dass Arthur Gratas eine seiner zahlreichen Manipulationen beging und Cherm letztendlich den Tod durch Gift fand. Wie dem auch sei, Marnak galt von da an als Herrscher des kelsarischen Fürstentums und spaltete selbiges endgültig vom seldarischen Königreich ab. Die ohnehin verschlagenen Bewohner Kelsars kamen schnell mit Marnak zurecht. Die folgenden Jahre werden unklarer, aufgrund einer fürchterlichen Anzahl an Kriegen.

Grob umrissen zeigte sich das Marnaks Blutdurst nicht gestillt war und er setzte zu einem Eroberungsfeldzug über den gesamten Kontinent an. Kurz vor dessen Ende starb er eines natürlichen Todes. Manch einer sagte Marnak zu Lebzeiten einen Pakt mit Bardaloth nach, denn neben dem Thron des kelsarischen Reiches hinterließ er einen entfesselten Höllenhund. Der damals bereits über 90 Sommer zählende Arthur Gratas übernahm sowohl das Erbe Marnaks, als auch die Leine der tobenden Bestie. Er war es auch, der schließlich den ganzen Kontinent eroberte und aus Kelsar ein Imperium machte. Wie Arthur Gratas gestorben ist, weiß man bis heute nicht. Es heißt, dass er eines Tages einfach verschwand und den entfesselten Höllenhund herrenlos umherstreifen ließ.

Viele viele Könige kamen nach ihm an die Macht, und kaum einer starb eines natürlichen Todes. Im Reich bildeten sich fünf große Familien heraus (Gratas, Cherm, Chartem, Ibat und Token), die zur herrschenden Schicht des kelsarischen Imperiums wurden. Der König hatte von da an nur noch eine symbolische Funktion. Nachdem das kelsarische Imperium sich dann über den gesamten Kontinent erstreckte, begann es die Fühler nach anderen Ländern auszustrecken, und man erinnerte sich auch an den Erbfeind. Es kam in der Folge zu mehreren erbitterten Kriegen, die lange anhielten und erst viele Jahre später (884 n.E.F.) mit der kelsarischen Niederlage vor den Toren von Cendaric endete. Eine Niederlage die beiden Seiten so viel Kraft geraubt hatte, dass sie beide zu geschwächt waren um fortzufahren. Was in den Jahren danach geschah war lange nicht bekannt, allerdings weiß man heute, dass Aldanis die scheinbare Schwäche Kelsars ausnutzte, um es sich einzuverleiben und so fand das kelsarische Imperium sein Ende als Teil des neugegründeten aldanischen Kombinates.

Trotz tiefgreifender politischer Umwälzungen - 3 der 5 großen Adelshäuser wurden entmachtet und haben schwere Verluste erlitten - hat sich am Alltag in Kelsar nicht viel geändert. Ein Protektor, der vom aldanischen Fürsten eingesetzt wurde, so wie einige kleinere Garnisonen aus dem Kernland von Aldanis sind auf Darandia stationiert. Im großen und ganzen hat man sich aber die bestehenden Strukturen zu Nutze gemacht, um die neue, riesige Provinz zu verwalten. Jene beiden Adelshäuser (Chartem und Token), die die Eroberung einigermaßen unbeschadet überstanden haben, haben ihre Oberhäupter als Vertreter Kelsars nach Aldar entsandt, wo sie im Rat des aldanischen Fürsten sitzen.

Das Volk der Kelsaren

Das Volk der Kelsaren wird im Allgemeinen als düster beschrieben und trotz einiger Gemeinsamkeiten zwischen ihnen und den Aldanern gibt es auch bedeutende Unterschiede. Besonders ihre Hinterhältigkeit und Skrupellosigkeit wird beiden Bevölkerungsgruppen gerne vorgeworfen. Im Gegensatz zur kalten Effizienz der Aldaner, sind die Kelsaren jedoch leidenschaftlicher und aufbrausender und zeigen jedem die Zähne, der sich ihnen entgegenstellt. So ist auch die Erziehung der Kinder sehr kriegerisch und wird bereits früh von entsprechenden Insitutionen übernommen, wo sie entsprechend geformt werden. Aufgrund dieser Erziehung schrecken die wenigsten Kelsaren vor Mord und Verrat zurück, wenn es darum geht, jemanden aus dem Weg zu räumen oder ihre Heimat zu verteidigen. Auch viele Könige der alten Zeit fanden so ein jähes Ende. Anderen Rassen als Menschen wird in Kelsar bestenfalls misstrauisch begegnet. Viele von ihnen werden unterdrückt oder leben am unteren Rand der Gesellschaft. Nur die bösartigsten und verschlagensten Nicht-Menschen lassen sich wirklich mit den Kelsaren ein. Auch nach der Eingliederung Kelsars in das aldanische Großkombinat bestehen die meisten Traditionen und Gewohnheiten weiter. So tragen die meisten mit Vorliebe dunkle Kleidung in braunen, roten oder schwarzen Tönen und die Männer lassen sich einen Bart stehen, ganz nach dem Vorbilde Marnaks oder Arthur Gratas‘. Aufgrund der großen geografischen Entfernung zum neuen Kronland fühlen sich die wenigsten Kelsaren zu Aldanis zugehörig.

Geografie Kelsars

Das Gebiet des ehemaligen kelsarischen Imperiums erstreckt sich über den gesamten Kontinent von Darandia, der südlich von Sonedes liegt und bei gutem Seegang von Tarsik aus in 1-2 Monden zu erreichen ist. Das Klima rund um das ursprüngliche Fürstentum und die ehemalige imperiale Hauptstadt ist dem des seldarischen Reiches sehr ähnlich. Üppige Weideflächen und Wälder, Sümpfe, sowie Hügellandschaften, die gen Süden alsbald in Mittel- und Hochgebirge übergehen, prägen das nördliche Kelsar. Die Besiedelung wird spärlicher je weiter man nach Süden kommt. Seit den Eroberungsfeldzügen Marnaks und Arthur Gratas‘ sind nur wenige den Pfaden über die Gebirge gefolgt, sodass auch selten Kunde aus diesem Teil des Kontinentes vordringt. In Aufzeichnungen ist die Rede von Steppen, felsigen, sandigen und schließlich von Eis gesäumten Küsten.

Führende Persönlichkeiten Kelsars

Vom einstmaligen Adelsstamm ist heute kaum noch einer übrig. Als Teil des aldanischen Kombinates haben es aber vor allem zwei zu größerem Ruhm gebracht denen auch schon im alten Kelsar große Teile unterstanden.

Indra Token

Indra Token ist eine sehr gefährliche Frau. Sie war das Oberhaupt des Token Hauses und damit für indirekte Kriegsführung zuständig. Man sagt, sie habe mehr Menschen umgebracht als Marnak seinerzeit. Das Gift ist ihre liebste Waffe, und jeder der sie zum Feind hat, ist so gut wie tot. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Indra Token und Arthur Chartem (den sie für die Wiedergeburt ihres Idols, Arthur Gratas hält) eine Liason haben. Indra ist eine auf den ersten Blick unscheinbare Frau mit einem knochigen Gesicht und schwarzen Haaren. Aber wer sie genauer beobachtet, wird ihre wachen Augen bemerken, die immer wieder abschätzend durchs Zimmer wandern.

Arthur Chartem

Arthur Chartem war das Oberhaupt des Chartemischen Hauses und eine ebenso beeindruckende Gestalt, wie es dereinst Arthur Gratas gewesen ist. Und sieht auch erstaunlicherweise fast genauso aus. Arthur ist zuständig für die Rüstung. Es heißt, er habe eine Liason mit Indra Token. Und beide zusammen sind ein ernstzunehmender Machtfaktor.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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