Deyra

„Das zerschlagene Juwel“

Geschichte von Deyra

Der Reichtum kaum einer anderen noch existierenden Stadt war so sehr mit der Macht des alten Seebundes verbunden wie der der Stadt Deyra. Im Jahr 291 v.E.F. gründeten Pioniere des Seebundes an den östlich gelegenen Ufern des Eismeeres die Stadt Deyra, in der Hoffnung, damit den Seehandel zwischen Aldanis und den Zwillingsfestungen von Uraton und Uras im Süden zu erleichtern. Und ihr Unternehmen wurde von Erfolg gekrönt: Riesige Hafenanlagen entstanden in Deyra; die Stadt entwickelte sich in rasanter Geschwindigkeit. Deyra war für viele Führer des Seebundes die in Stein und Holz verwirklichte Macht des Bundes und schickte sich gegen 50 v.E.F. an, Aldar und Cendaric den Rang abzulaufen. Deyra galt als neues Zentrum des Nordens und häufte über die Jahre einen immensen Reichtum an. Als sich die Allianz der Fürstenhäuser 38 v.E.F. gegen den Seebund erhob, stand Deyra fest an der Seite der alten Handelsmächte. Nachdem Seldaren und Aldaner gemeinsam auf den Schattenkämmen der Silberkuppen die Landstreitmacht des Bundes besiegt hatten, marschierten die aldanischen Heere Richtung Deyra. Garnison und Stadtwache leisteten erbitterten Widerstand, doch vermochten sie es nicht, den Feind zu stoppen. Schließlich zogen sich die Truppen des Seebundes in die Stadt zurück und die Kontrahenten kämpften Gasse um Gasse, Haus um Haus. Kurz bevor die Stadt endgültig in die Hände der Aldaner fiel, vernichteten die übrigen terrestrischen Streitkräfte die mächtigen Hafenanlagen der Stadt. Nachdem sich der Kampfeslärm gelegt hatte, bot sich ein Anblick des Grauens: Die einst mächtige Stadt lag in Trümmern, ihre Reichtümer waren geplündert oder von den Flammen des Krieges verschlungen. Der Fürst von Aldanis ordnete an, Deyra wieder aufzubauen und eine aldanische Garnison dort zu stationieren. In den folgenden Jahren wurde auf den Ruinen Deyras eine Provinzstadt mit bescheidenem Hafen errichtet, die den Protektoren zur Kontrolle ihrer Ostgebiete und des Eismeeres diente. Im Jahr 813 n.E.F. wurde Deyra nach einer Invasion durch kelsarische Truppen kurzzeitig von den Kelsaren besetzt, jedoch wenige Wochen später wieder befreit. Nur einige wenige Zeugnisse erinnern heute noch an den Glanz längst vergangener Zeiten. Deyra ist heute zwar noch die zweitgrößte Stadt im sonedeschen Teil des aldanischen Großkombinats, jedoch am äußersten Ende des Reiches gelegen und taktisch von geringerer Bedeutung. Seit der Expansion des Kombinates bis nach Darandia, hat Deyra zumindest als Handelshafen und Umschlagplatz wieder eine gewisse Stellung.

Geografische Lage

Deyra liegt nördlich des Soldomwaldes und ist somit fast der östlichste Punkt auf dem Kontinent. Die Gegend um Deyra ist sehr artenarm, nur wenige Bäume gedeihen in dem trockenen Klima rund um die Stadt. Im Westen Deyras erstreckt sich die weite Harnakebene, über Handelswege erreicht man in diese Richtung die Hauptstadt Aldar. Deyra ist berühmt, für seine milden klimatischen Temperaturen, obgleich es sehr weit nördlich gelegen ist.

Informationen zur Stadt

Das heutige Deyra misst nur noch ein Drittel der Fläche, welche Deyra zu seinen Blütezeiten einnahm. Die Umgebung ist dominiert durch verfallene Ruinen und steinerne Schuttwüsten. Deyra zählt zu den ärmeren Städten des Kombinates, obgleich sich in der Stadt einige Lagerhäuser und Kontoren befinden. Natürlich finden sich auch in Deyra zahlreiche kleinere Tempel. Die Hafenanlagen wurden lange hauptsächlich zur Eigenversorgung der Stadt genutzt, haben heute aber wieder eine gewisse Bedeutung als Umschlagsplatz für Handelsgüter. Neben einer Hand voll Tavernen und Handelshäusern ist eine aldanische Garnison in der Stadt postiert. Die Stadtmauern der alten Siedlung wurden nach dem Kriege abgetragen, so dass nur die Garnison mit einer Holzpalisade umgeben ist. Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gehört der menschlichen Rasse an, der Anteil an Halbelfen war früher jedoch aufgrund der Nähe zu den Elfischen Reichen im Süden relativ hoch.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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