Die calshanischen Emirate

In Bearbeitung. Bei Fragen zum Inhalt dieses Kapitels wendet euch gerne an den Staff (Stand 28.02.16)

Die Entstehung der calshanischen Emirate war ein lange währender Prozeß der immer wieder von äußeren Einflüssen verändert aber auch gestört wurde. Lange Zeit war das Gebiet der Wüste eine karge Landschaft in der nomadisierende Barbarenclans ihr Unwesen trieben. Was genau der Auslöser war ist heute nicht mehr bekannt, jedenfalls einigten sich drei der Sippen auf einen gemeinsamen Versammlungsort in der Nähe einer Oase.Mit der Zeit wuchs dieser Versammlungsort zu einem wichtigen Dreh und Angelpunkt für die Söhne und Töchter der Wüste. Immer mehr der Sippen schlossen sich der immer größer werdenden Gruppe an. Und fast übernacht entstand aus dem einstigen Versammlungsort eine kleine und unbedeutende Stadt im Herzen der Wüste. Man gab ihr den Namen Calshan.Anfangs maß man dem ganzen keine sonderliche Bedeutung zu, was können ein paar Horden von Barbaren denn schon aufbauen?

Aber die Söhne der Wüste zeigten recht schnell welche Talente in ihnen stecken. Durch sehr geschickten Handel und eine strategisch kluge Position entwickelte Calshan sich zum Dreh und Angelpunkt des Handels. Den Sturz des großen Seebundes überstand die nun nicht mehr so kleine Stadt nahezu unbeeinflußt, im Gegenteil... dadurch stieg die Wichtigkeit des Handels über den Landweg. Und im Zeitalter des Handels war das Schicksal der Stadt dann endgültig besiegelt. Man munkelt das dieses Zeitalter sogar von den Calshanern ausgelöst wurde.In dieser Zeit konnte selbst der explosive Wachstum der Stadt nicht mehr mit dem ganzen rapide angehäuftem Reichtum mithalten. Das Ergebnis davon waren unzählige Paläste, mit Gold verkleidete Gebäude, riesige Anlagen mit hängenden Gärten und was die Vorstellung an Pracht mehr hergibt.

In diesem Zeitalter entstanden dann schlußendlich die fünf großen Emirate aus den einflußreichsten Handelsfamilien Calshans. Vier für jede Himmelsrichtung das fünfte Emirat ein Zusammenschloß aus den vier einzelnen, denen dann gemeinsam Calshan unterstand. An der Spitze jeden Emirates stand damals ein speziell eingesetzter Emir. Als unmittelbar erster Akt der neuen Herscherform versprachen die Calshanischen Emirate dem damaligen König des seldarischen Reiches ewige Treue und Loyalität was sich als kluger Zug herausstellte.Nun vom seldarischen Reich unbehelligt konnten die Emirate sich ausdehnen, wachsen und ihren Einfluß stärken. Im Laufe der Jahrhunderte verloren die einzelnen Emirate immer mehr an Einfluß und im gleichen Maße gewann das zentrale Emirat.Heute existieren die 4 kleineren Emirate praktisch nur noch auf dem Papier und die Wüste wird zentral von Calshan aus regiert.

In all die Entwicklung hinein platzten die Kelsaren mit ihrem Krieg gegen Seldar und speziell dessen Hauptstadt Cendaric. Calshan litt schwer unter den durchtrennten Handelsbeziehungen und erlebte die erste wirkliche Krise seit Entstehung der Stadt. Als dann das seldarische Reich komplett unterging brach der Kontakt in den Norden fast vollständig ab. Nachdem die letzten Kelsaren die in Calshan zurückblieben auch keine wirkliche Lust mehr auf Krieg hatten und sich viel mehr mit den exotischen Calshanerinnen vergnügten zog sich Calshan ein wenig in sich selbst zurück und demonstrierte dann überzeugend das es selbst ohne blühenden Handel überleben konnte.

Bis heute. Eine Karawane stolperte durch Zufall zuerst in das verlassene Schattendorf und dann gleich als nächstes in den Zinnengrund wo sie für einen plötzlichen Aufschwung an Handel sorgten. Das verlassene Schattendorf hingegen entschieden sie sich einzunehmen und wieder zu einem Hafen umzufunktionieren.Dem ehemaligen Schattendorf gaben sie sodann den Namen Samsûn l'Samâlun, Sonne des Nordens, und kümmerten sich darum aus den Trümmern dort wieder etwas aufzubauen. Kluge Händler wie die Calshaner machen natürlich nichts ohne den anderen Fraktionen eine Gegenleistung zu bieten. Zwar gab es darüber kein unterzeichnetes Abkommen aber die Calshaner haben sich selbst dazu erklärt darüber zu wachen das aus der letzten Drowenklave im hinter dem ehemaligem Schattendorf liegendem Tal niemand herauskommt.

Mentalität des calshanischen Volkes

Die Calshaner sind selbst heute noch für viele ein Volk das man mit Exotik und Abenteuer verbindet. Viele Märchen entstanden um die Calshaner und ihrem Reichtum, nicht wenige der Märchen drehen sich um mysteriöse Gestalten aus Luft, den Dschinn die angeblich jeden Wunsch gewähren sollen.

Wie dem auch sei, die meisten werden einen Calshaner zuerst mit überfüllten Marktplätzen, gesungenen Warenanpreisungen und harte, manchmal durchaus nicht faire Verhandlungen in Verbindung bringen. Dicht gefolgt von schaurig schönen Märchen um Liebe und alte Schätze. Jeder der schon einmal einen Markt in Calshan gesehen hat wird dieses Bild wahrscheinlich ohne zu zweifeln bezeugen.Kurioserweise sind die Calshaner aber eher ein ruhiges und gelassenes Volk das viel Freude an Kunst, Musik und Erholung hat. Natürlich wohnt ihnen ein unglaublicher Stolz auf das erreichte bei, wer kann es ihnen verdenken? Außerdem ist Familie für sie fast das wichtigste Gut. Würde man aber einen Blick hinter die goldenen Fassaden werfen dann würde sich vielleicht eines der folgenden Bilder offenbaren:

Laute Musik und fast schon fanatischer Tanz. Die Calshaner tanzen sich gerne in eine Art wirbelnde Ekstase die manchmal darin endet das sie völlig erschöpft zu Boden sinken und dann ihre Träume erzählen die gerne als Visionen verstanden werden. Die Meistertänzer werden Derwische genannt und genießen einen gewissen Respekt. Etwa der wie man ihn einem Priester entgegenbringen würde. Männliche Derwische erkennt man am weiten und farbenfrohen Rock den sie tragen, die weiblichen Derwische tragen gerne knappe Kleidung die dann aber mit zahlreichen bunten Schleiern doch wieder alles verhüllt.

Eine Gruppe von Calshanern die um ein eigenartiges Glaskonstrukt sitzen und den daraus entstehenden Dampf einatmen, dabei ausgelassen miteinander plauschen. Dieses Glaskonstrukt ist die berühmt berüchtigte Wasserpfeife. Dabei wird das Glaskonstrukt mit fast schon fanatischer Liebe zum Detail hergestellt, gerne werden kleine Figürchen eingearbeitet und das ganze wird peinlichst sauber gehalten. Auch haben die Calshaner haben eine besondere Begeisterung für hängende Pflanzen. Diese Begeisterung führte zum entstehen der zig legendären hängenden Garten Calshans. Das besondere dieser Gärten ist das riesige Räume mit Statuen und Steinblöcken ausgekleidet werden, in diese Konstruktionen lässt man dann Wasser hinein fließen und die Pflanzen so wachsen wie sie es wünschen. Das Ergebnis wirkt dann wie ein von der Natur überwuchtertes Kunstwerk und ist so wild wie schön.

Natürlich gibt es noch viel mehr kuriose Beschäftigungen, die meisten davon sind so exotisch das sie die sonstigen Völkger überraschen würden. Aber zurück zur Mentalität. Aus offensichtlichen Gründen ist die in Calshan vorherrschende Gottheit Inos, der Gott der Sonne. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Bauweise der calshanischen Emirate

Die Calshaner bauen für ihr Leben gern große Türme mit einem pilzförmigen Dach, wobei das Dach mit Gold, zumindest aber mit einer goldähnlichen Substanz beschichtet ist. Diese Bauweise hat einen Grund, durch die reflektierende Oberfläche der Dächer wird das Licht in alle Gassen der Stadt geworfen. Schatten sind in Calshan eher selten. Der zweite Effekt ist das man die Perle der Wüste, wie man Calshan auch nennt, schon von weitem als goldener Schimmer am Horizont wahrnehmen kann.Weiter unten sind die Gebäude gerne mit blaugoldenen Mosaikbildern verkleidet, die die Geschichte der Einwohner des jeweiligen Hauses mit Stolz erzählen.

Der für die Häuser benutzte Baustoff ist einmalig auf der Welt… man benutzt spezielle Methoden um die Gebäude aus Sand herzustellen. Das zieht den Bau eines Gebäudes recht in die Länge aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.Daraus entstehen geschwungene Gebäude mit vielen runden Stellen. Allgemein haben die Calshaner eine Abneigung gegenüber scharfen Kanten und Ecken... die wenigsten können sich also mit der Bauart der nördlicheren Gefilde anfreunden und empfinden diese meist als unbequem und harsch. Betritt man einmal das Haus eines im Norden lebenden Calshaners so ist es sehr wahrscheinlich das er hingegangen ist und zumindest die Ecken in den Innenräumen so zugestellt hat das der Raum wieder wie ein rundes ganzes aussieht.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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