Die Fünf

Allgemeines

Die Fünf sind die wichtigsten und mächtigsten unter den Gottheiten. Sie werden sowohl auf Sonedes als auch auf Darandia von einer breiten Masse an Gläubigen verehrt und die meisten Tempel, Klöster und Schreine sind ihnen gewidmet. Die geweihten Priester der Fünf und andere, die ihr Wort auf Era vertreten, genießen bei den meisten Völkern höchstes Ansehen. Besonders die Menschen verehren die Fünfe.

Inos

Der Gott der Sonne und des Feuers

Sein „Auge“ geht jeden Tag aufs Neue über Era auf und spendet Licht und Wärme. Das Licht des Inos vermag es auch die undurchdringlichste Finsternis zu erhellen. Obwohl Licht und Feuer in erster Linie Hoffnung, Leidenschaft und Leben versprechen, gebietet Inos ebenso über die zerstörerische Kraft der Flammen. Und so ist der Gott der Sonne ebenso wie seine Domäne eine meist umgängliche Gottheit, sein entfachter Zorn jedoch kann in Form von Feuersbrünsten gewaltige Zerstörung entfesseln.
Allgemeinhin steht Inos für Wahrheit und Gerechtigkeit ein und verabscheut Falschheit, Lügen und Tyrannei. Inos‘ reinigendes Feuer oder sein blendendes Licht, gelten als säubernde, wenn auch radikale Strafen bei Unaufrichtigkeit oder Verrat.
Obgleich Inos als eine der Hauptgottheiten in allen bekannten Regionen Eras verehrt wird, wird ihm in wärmeren Gefilden besondere Verehrung zu teil und die meisten, ihm geweihten Tempel und Klöster finden sich dort.

Inosanhänger finden sich in allen Ständen und Berufen wieder. Viele von ihnen sind Wächter oder Vollstrecker des Gesetzes.

Bevorzugte Gesinnungen: Alle guten Gesinnungen

Das Symbol des Inos ist eine aufgehende Sonne; seine Farbe ist ein rotstrahlendes Gelb

Galia

Die Göttin der Erde

Ihr festes Fundament hält Era zusammen und gibt Pflanzen, Tieren und den Völkern ihren Lebensraum. Als Hüterin der Erde sorgt sie für Stabilität, Schutz und Fruchtbarkeit.
Wenngleich Galia eine sehr geduldige und friedfertige Göttin ist, vermag sie es nicht gelegentliche Unmutsausbrüche in Form von Erdbeben zu unterdrücken.
Allgemeinhin steht Galia für Unvoreingenommenheit und Toleranz und fungiert häufig als Schlichterin in der Götterwelt.
Sie wird oft auch einfach als „Mutter“ oder „Große Mutter“ bezeichnet. Daher agiert sie häufig gemeinsam mit Amphylia, der Göttin der Fruchtbarkeit. Die Domäne der Erde verbindet sie auch mit Thorgrimm, dem Gott des Bergbaus, der sich Galia schon oft persönlich anschloss. Ihre Tempel und Klöster, häufig von Gärten geschmückt oder unterirdisch im Schoß der Göttin gelegen, sind Zufluchtsorte für Verfolgte, Verletzte und Verirrte und bieten denjenigen Schutz, die ihn brauchen.
Galia wird in allen bekannten Regionen Eras gleichermaßen verehrt, da alle Völker ihre Güte und den fruchtbaren Boden zum Leben brauchen.

Galiaanhänger finden sich in so gut wie allen Ständen und Berufen. In den Reihen der Berg-, Land- und Metallarbeiter und bei den Bauern finden sich jedoch die meisten ihrer Anhänger.

Bevorzugte Gesinnungen: Alle, außer chaotische und böse Gesinnungen

Das Symbol der Galia ist ein Kreis; ihre Farbe ist Erdbraun

Nephron

Der Gott der Ozeane und des Wassers

Seine Meere umgeben Era schützend und seine Flüsse graben sich wie Lebensadern in das Land. Sein lebensspendendes Wasser existiert in vielen Formen, ob als rauschendes Bächlein, sanfter Regen oder schützender Reif und ist oftmals erfrischend und belebend.
Doch Nephron verkörpert auch die zerstörerische Kraft des Wassers und das nasse Element folgt den Launen seines Gottes. So endeten schon Etliche, die den Zorn des Nephron auf sich gezogen haben, in einem feuchten Grab und endlose Regenfälle haben schon häufig vielerorts zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Da sein Temperament und seine Launenhaftigkeit schon oft scheinbar Unschuldige getroffen hat, ist seine Gesinnung Gegenstand heftigster Spekulationen. Jedoch ist Nephrons Platz in den Reihen der Fünfe und seine leidenschaftliche Teilnahme in den Götterkriegen gegen Bardaloth unumstritten.
Obwohl mit allen der Fünfe und Zwölfe verbündet, hat Nephron eine besondere Verbindung zu Bariol, der Göttin der Winde und beide wirken häufig gemeinsam. Eine weit verbreitete Legende besagt, dass es sich bei den beiden um ein Ehepaar handelt.
Im Allgemeinen steht Nephron für Ungestümheit und Härte, aber auch für Aufrichtigkeit und Mut und nicht selten belohnt er besonders wagemutige Gläubige großzügig.
Nephron wird in allen bekannten Regionen verehrt, vor allem aber in Küstengebieten und Städten, die an großen Wasserstraßen liegen, sind ihm viele Tempel und Klöster geweiht.

Nephronanhänger finden sich in vielen Ständen und Berufsgruppen; unter den Seefahrern, Händlern und Bauern sind seine Gläubigen jedoch am zahlreichsten.

Bevorzugte Gesinnungen: Alle, außer chaotisch böse

Das Symbol des Nephron ist ein Dreizack; seine Farbe ist Aquamarin

Bariol

Die Göttin der Winde

Ihr Himmel ist gewissermaßen das Dach Eras und ihre Winde sorgen für Bewegung und Veränderung. Als Hüterin des Himmels kontrolliert sie die Luftmassen und die Wolken.
Gemäß ihrer eigenen unsteten und temperamentvollen Natur ziehen Bariols Winde mal als erquickende Brisen über das Land und mal als verheerende Stürme, die Bäume entwurzeln, Häuser einstürzen lassen und kostbares Hab und Gut über ganze Kontinente verstreuen. Entsprechend färbt sich der Himmel je nach Bariols Gemütszustand mal strahlend blau oder hüllt sich in dunkle Wolken.
Ihr ungestümes Temperament verbindet sie mit Nephron, dem Gott des Wassers, dessen Kräfte häufig in Wechselwirkung mit ihren eigenen stehen – im Guten, wie im Schlechten. Ein weit verbreiteter Glaube besagt daher, dass es sich bei Bariol und Nephron um Eheleute handelt.
Trotz ihrer Launenhaftigkeit verkörpert Bariol aufrichtigen Mut und Spontanität und verachtet Habgier und Verbrechen in hohem Maße. In der Götterwelt ist sie außerdem bekannt für schnelles, aber beherztes Eingreifen in Konflikten.
Bariol wird in allen bekannten Regionen verehrt und zahlreiche Tempel und Klöster sind ihr gewidmet, die häufig über hohe Türme verfügen und mit Windspielen versehen sind.

Bariolanhänger sind in allen Ständen und Berufen vertreten; besonders aber wird sie von Müllern, Seefahrern und wagemutigen Abenteurern verehrt.

Bevorzugte Gesinnungen: Alle, außer böse Gesinnungen

Das Symbol der Bariol ist ein Blitz; ihre Farbe ist ein kräftiges Himmelsblau

Ocorion

Der Gott der Zeit

Er ist der Gebieter über den Fluss der Zeit und hält seit Anbeginn die Weltenuhr in unermüdlichem Gang. Als Herr über die Zeit trifft sein Urteil jedes Wesen, ungeachtet seiner Taten, in gleichem Maße. Doch nicht nur Lebewesen, sondern auch alle Dinge Eras sind der Zeit und den Regeln Ocorions unterworfen. Diesen Regeln und dem gleichmäßigen Verlauf der Zeit in ihren geregelten Bahnen widmet Ocorion sein Dasein. Da auch das Vergehen von Zeit in seine Domäne fällt, hat er eine enge Beziehung zu Nerodor, dem Gott der Vergänglichkeit.
Unter den Fünfen ist er der Neutralste und Ruhigste. Er ist Sinnbild für Ausgeglichenheit, Verlässlichkeit und Unbestechlichkeit. In Konflikten tritt er daher häufig als unparteiischer Schiedsrichter oder Vermittler auf.
Trotz seiner Unbestechlichkeit und Neutralität ist der Gott der Zeit auch dafür bekannt, harte Arbeit mit einem gerechten Lohn zu vergelten. Besonders frommen und ergebenen Gläubigen gewährt er daher ein ungewöhnlich langes Leben. Auch die Langlebigkeit der Elfen ist seinem Geschenk der Zeitlosigkeit des Seins zu verdanken und ist als „Segen des Ocorion“ bekannt.
Ocorion wird wie die anderen Hauptgottheiten überall auf Sonedes und Darandia verehrt. Seine Tempel und Klöster finden sich vor allem in größeren Städten.

Ocorionanhänger stammen aus allen Ständen und Berufsgruppen. Unter ihnen gibt es jedoch viele Richter.

Bevorzugte Gesinnungen: Alle neutralen Gesinnungen

Das Symbol des Ocorion ist ein Stundenglas; seine Farbe ist ein sanftes Grau

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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