Geschichten und Legenden der Elfen

In Bearbeitung. Bei Fragen zum Inhalt dieses Kapitels wendet euch gerne an den Staff (Stand 26.02.2016)

Wie die meisten Völker auf Sonedes, verfügen auch die Elfen über eine Vielzahl an Geschichten. Einige davon sollen nun erzählt werden.

Die Legende der Lichtelfen

Als die Götter über ihre Schöpfung schauten, fiel ihnen auf, dass keines ihrer Werke die Vollendung erreichte. So beschlossen sie, ein gemeinsames Werk zu vollbringen, auf welches die anderen Geschöpfe der Welt voller Bewunderung und Hochachtung blicken sollten. Ein Volk, welches ihnen als Vorbild in allen Dingen gereichen sollte. Unsterblich, schön, intelligent, magisch, all diese Dinge sollten sie in sich vereinen.Ein ganzes Äon arbeiteten die Götter an ihrem Werk und als sie es vollendeten, entließen sie das Volk der Elfen auf die Erde.Zunächst geschah alles genau so, wie es die Götter erdacht hatten. Ihre Schöpfung breitete sich über alle Länder aus und alle anderen Rassen akzeptierten sie als Herrscher. Lange Jahre herrschte Frieden und nichts schien eben jenen zu stören. Doch auch der böse Gott hatte zur Erschaffung der Elfen beigetragen und den Hochmut in ihre Herzen eingepflanzt. So kam es, dass viele der oberen Elfen begannen, ihre Untergebenen zu unterjochen, zu versklaven und zu töten.Als die guten Götter sahen, welch Ungleichgewicht ihre Schöpfung hervorrief, sprachen sie zu den Elfen, die frei von den Verlockungen des bösen Gottes geblieben waren und riefen zu einem Krieg gegen die Zerstörer der Ordnung auf. Jedoch war ihre Zahl gering und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich mit den anderen Völkern zu verbünden. Ein ganzes Zeitalter tobten die Kämpfe zwischen den beiden Parteien, bis es schließlich einem Zusammenschluss von Elfen, Zwergen und Menschen gelang, ihre übermächtigen Feinde, die sie Moriquendi (elfisch: Dunkelelfen) nannten, zu besiegen.Gemeinsam trieben sie die Schergen des Bösen in die Tiefen der Unterwelt, woher diese ihre zerstörerischen Kräfte mittlerweile hernahmen.Als die Götter sahen, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt war, berieten sie darüber, wie man einen weiteren Vorfall dieser Art vermeiden könnte. Sie kamen zu dem Entschluss, den Elfen jegliche größere Einmischung in die Entwicklung der anderen Völker zu verbieten.Und so geschah es. Die überlebenden Calaquendi (elfisch: Elfen des Lichts) schworen einen heiligen Eid und zogen sich aus den Belangen der Menschen und Zwerge zurück. Fernab und fast ungesehen erbauten sie ihre neue Heimat.

Nach diesem Zeitalter spalteten sich die Calaquendi in drei weitere Lager, die Hoch-, Grau- und Waldelfen.Die Moriquendi lebten seither in den Unterwelten. Dort haben sie sich mit Dämonen und anderem Gezücht verbündet. Seit ihrer Niederlage warten sie nun auf eine Gelegenheit, es ihrem Erzfeind heimzuzahlen, denn die Schmach darüber sitzt tief in ihren verdorbenen Seelen.

Von Elsymia, der Königin der Hochelfen

Die Magierin Elsymia war eine der ersten Elfen, die die Götter erschaffen hatten. Über all die Jahrtausende blieb ihre Reinheit erhalten und sie ist nun wohl die einzige Überlebende und bei klarem Verstand gebliebene Calaquendi (Lichtelfe). Keinem Sterblichen war es bisher vergönnt, ihr Antlitz zu erblicken und einige Geschichtenerzähler behaupten, die, die es täten, würden auf der Stelle an gebrochenen Herzen sterben, den so schön soll sie sein. Zusammen mit ihrem Gemahl Phearen residierte sie in ihrer Festung Calad Taen (Gipfel des Lichts). Ihre mächtige Magie war es, die die Städte der Hochelfen vor neugierigen Augen verbirgt. Vor Kurzem führte sie weiterhin den wohl größten Exodus in der Geschichte der Elfen an. So sammelte sie die Einwohner Calad Taens um sich und zog mit jenen, die ihr bereits folgen wollten ans Meer, um gen Osten zu segeln, das Ziel, ihr durchaus bekannt, behielt sie dennoch weitestgehend für sich. Lediglich einigen besonderen Persönlichkeiten unter den zurückbleibenden Elfen teilte sie eine Möglichkeit mit, ihr und ihrem Gefolge zu dem fernen Ziel zu folgen.

Von Phearen, dem König der Hochelfen

Vor gut 800 Jahren, als die Moriquendi ihren letzten Krieg gegen die Elfenreiche führten, tauchte ein junger Elf namens Phaeren auf. Er erschien immer dann, wenn die Lage hoffnungslos und unüberwindbar schien. Jedesmal vermochte er es, die Schlacht durch seinen Mut und seine motivierenden Schlachtgesänge herumzureißen. Wann immer er sich in die Schlacht stürzte, stimmte er ein uraltes heiliges Lied an und die Streitmacht der Elfen stimmte mit ein und die Finsternis musste weichen. Königin Elsymia war fasziniert von ihm und seiner Tapferkeit und ernannte ihn zu ihrem General und nur 90 Jahre später machte sie ihn zu ihrem König. Phaeren ist der Träger von Gwirithcrist, dem Königsschwert der Elfen.

Von Haelendor, dem Wahrer der Natur

Alle Waldelfen betrachten ihn als ihren Sprecher und Ansprechpartner in schwierigen Situationen, denn seine Weisheit ist weit bekannt. Wann immer es wieder einmal Probleme mit den Menschen oder Zwergen gibt, wird er als Diplomat hinzugezogen. Haelendor erscheint stets unbewaffnet und trägt einfache Lederkleidung. Er schätzt den Prunk, mit dem man ihn gerne umgibt, nicht sonderlich und seine ruhige und freundliche Art scheint einen jeden von seiner Meinung überzeugen zu können.

Von Lierell, der Anführerin der Grauelfen

Als Tochter eines Menschenmannes und einer Elfe wuchs die heute 80 jährige Lierell in zwei Welten auf, weswegen sie oftmals als Verhandlungsperson zwischen Seldar und den Grauelfen fungierte. Inzwischen ist daraus eine recht rege Handelsbeziehung entstanden, von der beide Völker beträchtliche Vorteile ziehen. Jetzt, da die Schatten über dem Königreich Seldar einziehen griff sie selbst zum Schwert und forderte ihre Gefolgsleute auf, den Seldarin Beistand zu leisten. Noch ist ungewiss wer alles diesem Ruf folgt.

Von Kerith Greyja

Kerith war eine der letzten mächtigen elfischen Druiden in der Umgebung Caras Aels. Neben ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, zeichnete sie sich besonders durch eine hohe toleranz gegenüber anderen Völkern – ja sogar der Zwerge aus. Kerith war durch eine tiefe Liebe mit dem Menschen Kelm verbunden. Diese Liebe endete, wie Liebe zwischen Elfen und Menschen bisher immer endete – tragisch. Die ohnehin kurze Lebensspanne ihres menschlichen Gefährten wurde durch Gewalt noch weiter verkürzt. Als sein Leben im Kampf für das Gute jäh beendet wurde, begann Kerith schnell dahin zu scheiden und schied schliesslich – ihr Herz von Liebeskummer für immer gebrochen – freiwillig aus dieser Welt. Ein Grabmal in den tiefen der Smaragdwälder zeugt von dem tragischen Schicksal der beiden. Der Wald scheint sowohl seine langjährige fürsorgerin, als auch das Schicksal der beiden zu würdigen und so scheint jenes Grabmal einen Hauch des Heiligen an sich zu tragen.

Von Saul Dana'ta, dem letzten Sprecher der Gemeinschaft Caras Aels

Obgleich Saul als Halbelf zunächst ein schweren Stand bei den reinblütigen Elfen Caras Aels hatte, sorgte seine Aufrichtigkeit, Ehrbarkeit und seine Argumentationen schließlich dafür, dass er zum Sprecher der Gemeinschaft Caras Aels gewählt wurde. Nicht zuletzt half sein ausgeprägtes Mistrauen gegenüber Zwergen auch von den konservativeren Elfen akzeptiert zu werden. Später wurde jedoch gemunkelt, er habe einen Freund unter den Zwergen gefunden, den er selbst spöttelnd als „den Gehörnten“ bezeichnete.Während seiner Zeit als Sprecher schien eine starke Liebe zwischen ihm und Mallena Thingill langsam aufzublühen. Der langsame Wachstum jener Liebe wurde jedoch jäh beendet, als Saul Da`nata in den Wirren nach dem Erscheinen der Drow um Caras Ael umgebracht wurde.

Von Mallena Thingill, der Behelfssprecherin der seldarischen Elfen

Mallena Thingill, eine Hochelfin aus Calad Taen. Ursprünglich kam sie auf Wunsch ihres Onkels, dem Hohen Magier der Hervorrufung in Caras Ael - Arnelion Abendstern, nach Caras Ael, um den Ereignissen und Wirren um das Erscheinen von Elyr zu ergründen und der heiligen Stadt Auge und Ohr zu leihen. Schon immer von den Menschen fasziniert studierte Mallena die Gebräuche der Magie der Menschen in der Magiergilde des damaligen Zendill. Sowohl ihr diplomatisches Geschick, als auch ihre Erfahrung in der Magie brachten ihr sowohl unter jenen Magier, als auch in ihrem eigenen Volk in Caras Ael schnell Achtung ein.So kam sie schnell zu Ansehen und Rang sowohl in der Magiergilde, als auch im eigenen Volk. Als sie schließlich begann, sich ihrer aufkeimenden Liebe zu Saul Da`nata bewusst zu werden, war sie bereits aus der Gilde der Menschen ausgeschieden, um ein neues kulturelles Zentrum für die Elfen zu planen. Als die Elfen den Fokus der Zeit aus der sagenhaften Dunkelelfenstadt Kel Shar bargen, wurde ihr Vorhaben kurz darauf durch den Angriff der Dunkelelfen jäh zunichte gemacht. Nach der Vernichtung Caras Aels und dem Tod ihres Geliebten hauste Mallena einige Zeit in Asu Dai, um sich Selbstvorwürfen und Zweifel zu stellen. Als die meisten Elfen den Exodus gen Calad Taen beschlossen, blieb sie zurück, um sich zum einen nicht von dem ehemaligen Wirkkreis Sauls zu entfernen, zum anderen, um den anderen Verbliebenen ihres Volkes – den sogenannten seldarischen Elfen zur Seite zu stehen und neue Kontakte mit den Menschen aufzubauen.

Written by Seldar Staff on Sonntag 28 Februar 2016
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