Samsûn l'Samâlun

„Die Sonne des Nordens“

Geschichte von Samsûn

Die Geschichte von Samsûn ist weniger die Geschichte von Samsûn, als vielmehr die Geschichte des Schattendorfes. Schattendorf war einst ein Ort für die eher alternativen Menschen, die mit Städten wie Dymoras oder Zendill nicht viel anfangen konnten. So war es nicht verwunderlich, dass Schattendorf recht schnell unter die Herrschaft diverser dunkler Gilden fiel. War dies Anfangs die dunkle Garde, wurde deren Vorherrschaft mit der Zeit von den Giftklingen abgelöst. Etliche Auseinandersetzung entbrannten zwischen den Bewohnern des Schattendorfes und denen Zendills, bis Schattendorf schließlich, genauso wie Zendill, in einem vernichtenden Feldzug der Orks zerstört wurde. Einige Zeit war es daraufhin unbewohnt, ehe Elvith, eine mächtige Drow, schließlich den Ort als ihr Eigen ansah. Neben ihr siedelten sich ihre dunkelelfischen Gefährten an, und aus den Tiefen der Schattenlande schmiedete die Drow ihre finsteren Pläne um die restliche Welt der Menschen in die Dunkelheit zu stürzen. Mit letzter Kraft jedoch leisteten die schon zu Hauf gepeinigten Siedler des Zinnengrundes und überlebenden Seldarin Widerstand gegen die finsteren Wesen, bis Elvith zuletzt ihren Tod fand. Die Zinnengrunder zeigten kein weiteres Interesse an dem Ort, und so waren es die Calshiten, die jenen Ort entdeckten und nach und nach wieder her richteten. Die letzten Schatten konnten aus dem Schattendorf vertrieben werden. In ihrer übertriebenen Heimatliebe waren es die calshitischen Großhändler, die Schiffsfuhre um Schiffsfuhre, nur mit Sand beladen aus der Heimat importierten, um sich in Schattendorf heimisch niederlassen zu können. Nachdem der Inostempel errichtet und die zahlreichen Gläubigen des Herrn der Sonne selbigen angefleht hatten, statuierte er an diesem Ort ein Exempel über die Schatten, und so gleicht der Ort mittlerweile selbst vom Klima einer blühenden Wüstenoase. Nachdem die Siedlung fertig gestellt war, erhielt sie von den Calshiten den Namen Samsûn l'Samâlun – die Sonne des Nordens.

Geographische Lage

Samsûn liegt unweit vom Pfad des Löwen an der Nordstraße, zwischen Dymoras und dem, was einst Zendill war. Umschlossen wird die Siedlung auf der einen Seite von dichter Bewaldung, auf der anderen Seite von weiten Wasserläufen; einem Flussdelta, welches ins Westmeer mündet. Nur ein schmaler Durchgang erhebt sich an einer kurzen Klippe, und führt hinein in die Schattenlande.

Informationen zu Stadt

Samsûn steht in starkem Kontrast zu den restlichen Städten und Dörfern in der Umgebung. Nicht nur, dass man meint, von einem auf den anderen Schritt inmitten der Wüste zu stehen - auch die Architektur und die Inneneinrichtung unterscheidet sich drastisch. Ähnlich wie Calshan ist Samsûn ein offenkundiges Beispiel für den Reichtum der calshanischen Emirate. Wichtige Gebäude, wie die Taverne oder das Haus des Pashas – dem Stadtverwalter – wurden prunkvoll mit Mosaiken umkleidet. Teuerste Teppiche, Lampen und Kissen finden sich in den Gebäuden, die einem den Wohlstand der Ansässigen vor Augen führt. Kaum hat man den Aufstieg in die Stadt hinter sich gelassen, befindet man sich auf dem Basar der Stadt, auf dem Teppiche, Wasserpfeifen, Sklaven und sonstige Waren feilgeboten werden. Fröhlich musizierende Töne, und vergnügtes, ausgelassenes Geplapper dringt aus den offenen Fenstern der Taverne, die bei den Ansässigen Darûn l'Samsi – das Haus der Sonne – genannt wird. Durchquert man den Hauptteil der Stadt gelangt man schließlich an den Hafen, der ausgebaut wurde, und an dem stetig reges Treiben herrscht. Schiffe kommen an, legen ab, werden ent- oder beladen, oder man hört das einfache Scherzen der Hafenarbeiter. Vor dem Eingang in die Schattenlande haben calshitische Krieger ihr Lager aufgeschlagen, um die verbliebenen Drow in ihren Schattenlanden gefangen zu halten. In der Mine haben die Calshiten eine neue Quelle des Reichtums gefunden, auch wenn dieser Reichtum hart umkämpft sein will und Erzabbau in großem Stile nicht möglich ist. Krieger verweilen in Samsûn vor einer Gruft und einer Art Grabhöhle, und warnen die Reisenden vor den darin lauernden Gefahren, doch suchen immer wieder unverbesserliche Helden jene Orte auf, um dort nach Schätzen zu suchen – wobei einige wohl eher den Tod finden.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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