Zendill

„Die Stadt der Nordstrasse“

Geschichte von Zendill

Die Stadtgeschichte Zendills geht, ähnlich wie die von Dymoras, auf den terrestrischen Seebund zurück. Bei der Anlage der berühmten Nordstraße beschloss man um 245 v.E.F. den Warenstrom zwischen den Fürstentümern Aldar und Seldar zu erleichtern, indem man etwa auf halbem Wege ein Sperrfort errichtet. So begann man, die Stadt von Zendill zu erbauen und versah diese Küstenstadt mit umfassenden Hafenanlagen. In den folgenden Jahren wurde Zendill zum Stützpunkt der Nordflotte des Seebundes und seinen Vertretern, welche von hier aus den gesamten Handelsverkehr zwischen Cendaric und Aldar kontrollierten. Das in Dymoras abgebaute Erz wurde ebenfalls von Zendill aus verschifft. Im Jahr 38 v.E.F. war Zendill die Stadt, in welcher loyale Soldaten die vollständige Nordflotte des Seebundes über Nacht anzündeten, ausnahmslos zerstörten und somit das Ende dieser mächtigen Handelsallianz einläuteten. Zendill unterstand seither direkt den seldarischen Königen und wurde dem Stammreich des Königsgeschlechts einverleibt. Durch den Beitritt der Provinz Aldanis' und den damit verbundenen, intensiveren Handelsverkehr, erlebte die Stadt in den letzten Jahrhunderten stetes Wachstum. Die lange Blüte wurde zwischendurch vom Aufstieg des nahe gelegenen Schattendorfes getrübt, mit dem es immer wieder zu offenen Auseinandersetzungen kam. Letztlich überdauerte Zendill den Machtkampf und fiel erst im Jahr 893 n.E.F. einem großen Orkheer zum Opfer, das das einst stolze Zendill in einen Krater verwandelte.

Geografische Lage

Zendill wurde an einer taktisch geschickten Position errichtet: Wenige Kilometer vor den sich scharf erhebenden Mondklippen im Norden lag der Hafen von Zendill an einer günstigen Stelle für einen Seehafen zwischen Aldar und Cendaric. Der Hafen lag am Westmeer, im Osten erheben sich die Gebirge des Hochlandes von Nardas. Zendill thronte gewissermaßen als Bollwerk direkt an der Nordstraße, welche in südliche Richtung gen Cendaric, im Norden nach Nordwalden und Aldar führt. Über einige Bergpässe ist von dort aus in wenigen Tagen auch die Stadt von Dymoras erreichbar. Zendill selbst lag in einem artenreichen Mischwald.

Informationen zur Stadt

Umgeben von einer mächtigen Wehrmauer, bot die Stadt Zendill einige Sehenswürdigkeiten: Das prächtige Gebäude der Stadtverwaltung, eine gut besuchte Taverne, umfassend ausgebaute Hafenanlagen, einige sehenswerte Tempelanlagen Nephrons und Astaroths, sowie einen Magierturm, welcher letztlich der Sitz der Magiergilde war. Das Königreich unterhielt in Zendill neben einer eigenen Stadtgarde auch eine mittlere Garnison. Zendill war eine wohlhabende, aber keine reiche Stadt. Vor allem Seeleute hatten sich hier nieder gelassen. Die Stadt war alles in Allem eine typische Menschenstadt, in der aber auch Gnome und Halblinge zu finden waren. Heute zeugt nur noch ein riesiger Krater von der einstigen Küstenstadt. Unter den Wassermassen des Meeres begraben liegen die stummen Zeugen der letzten Tage, wie auch die Trümmer und Ruinen der Tempel und Wohnhäuser. Lediglich Teile der massigen Wehrmauer, welche Teile des Kraterrandes zieren, erinnern noch an die vergangenen Tage der Blütezeit.

Written by Seldar Staff on Mittwoch 12 Februar 2014
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